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Wahnsinn mit Methode?

Und das in Zeiten, wo in den letzten 21 Monaten laut Fr. Landesrätin 280 Kolleg*innen die KAGes verlassen haben. Wobei allerdings unklar bleibt, ob hier Pensionierungen und auch Turnusärzt*innen mitgezählt werden. Härter sind das schon die Daten, die die Kurie Angestellte Ärzte unter Obmann Eiko Meister auswerten ließ: rund 300 Fachärzt*innen haben in den letzten 5 Jahren die KAGes verlassen. OHNE Pensionierungen.
Dass es dadurch zu teils gravierenden Versorgungsproblemen kommt, die auch durch den gleichzeitig herrschenden Personalmangel in der Pflege verschärft werden, ist mittlerweile täglich in allen Leitmedien des Landes zu lesen.
Die Lösungsvorschläge sind enden wollend: Von weiteren Bettensperren zum Schutz des bestehenden Personals (Zentralbetriebsratsvorsitzender Tripolt) bis hin zum Eingeständnis aus dem KAGes-Vorstand man „könne nur noch Löcher stopfen“ sind die Aussichten wenig ermutigend.

Neue Wege in der Niederlassung?
Die Niederlassung solle mehr abpuffern ist eine zusätzliche Argumentationslinie, die aber auch ins Leere geht.
Die Kassenmedizin hat die Versorgungskapazitäten erreicht, Planstellen bleiben ewig unbesetzt und Wahlärzte gelten noch immer aus dogmatischen Gründen als nicht versorgungsrelevant. Unter diesen Auspizien beginnt die neue Kurienführung um Bayer und Moussa mit einem noch nie dagewesenen medialen Auftakt und permanenter Begleitung in kammereigenen Kanälen unter Aufgebot eines in der Anzahl der Teilnehmer noch nie so gesehenen Verhandlungsteams die Verhandlungen für 2022. Rückwirkend wohl gemerkt.
Auch erfolgt für die Zielsetzungen erstmals eine große Onlineumfrage, die Positionen darstellen soll. Allerdings ist dafür reichlich Zeit einzuplanen und Wahlärzte müssen nach 45% abbrechen, weil eine Pflichtfrage nicht beantwortbar ist.
Einbindung nennt das die Führung. Wir sagen Ideenlosigkeit. Auch weil ein Großteil der aktuellen Forderungen schon von unseren Vertretern in der letzten Funktionsperiode formuliert wurde.

Systemreform?
Im Hinblick auf das Gesamtsystem sind diese Verhandlungen jedenfalls mehr als relevant. Dazu gesellt sich aber auch der jüngst bei einem Treffen der Gesundheitsreferenten formulierte Wunsch der Länder des Gesundheitswesen im Verhältnis mit dem Bund neu aufzustellen. Die Kurzversion lautet: die Länder machen alles autonom, der Bund gibt nur noch den Rahmen vor. Über den Finanzausgleich nach Art.15 B-VG hält man sich bedeckt.
Es bleibt die schwindende Hoffnung, dass alle Beteiligten Interesse daran haben das Gesundheitswesen nicht implodieren zu lassen.
Auch weil der verschwörerische Zweifel mitschwingt, dass das Agieren der KAGes im Personalbereich doch ein Ziel haben könnte: Die Umsetzung der Reduktion von LKHs.
Die Ideen dazu sind nicht neu, aber um aus Hamlet zu zitieren: "Ist dies schon Wahnsinn, so hat es doch Methode".


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