DER FREIE ARZT -
Nr. 4/2000
Peter Schmidt im Interessenskonflikt
Der Kurienobmann der angestellten Ärzte, Dr. Peter Schmitd, hat nicht nur die Aufgabe, die Interessen der angestellten Ärzte nachhaltig zu vertreten, als Mitglied des Aufsichtsrates der steirischen Krankenanstalten GesmbH ist er für das Wohl dieser Gesellschaft mitverantwortlich.
Gerade jetzt, im Streit um den Einhalt des Sozialversicherungsanteiles der Sondergebühren von bundesbediensteten Ärzten ist diese Doppelfunktion problematisch zu sehen. Als Aufsichtsrat der KAGES musste er den Beschluss dieses Gremiums mittragen (angeblich einstimmiger Beschluss), eine Rücklage für eventuelle Nachforderungen der Sozialversicherungen zu bilden, indem ein Teil der Sondergebühren der Bundesärzte einbehalten wird.
Andererseits ist Dr. P. Schmidt Vertreter jener betroffenen Ärzte, die dies nicht wollen, und auch bereit sind, sich dagegen zu wehren.
Ist es opportun, hier Doppelpositionen innezuhaben, oder sollte sich Kollege Schmidt nicht für eine Funktion entscheiden, und damit einem Interessenskonflikt ausweichen?