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DER FREIE ARZT - Nr. 4/2000


 

NEUERLICHER KAMMERUMBAU ?

 

Noch ist die Farbe an den Wänden fast feucht vom letzten Großumbau der Kammer-Räumlichkeiten, werden schon Pläne für den nächsten gewälzt.

Unmittelbarer Anlaß ist einerseits das Freiwerden von Geschäftsräumlichkeiten im Parterre und der daraus resultierenden schwierigen Situation der Weitervermietung – welche ohne fällige Adaptierungsarbeiten wohl nicht möglich wäre, andererseits weiterer Bürobedarf, welcher aus der Kurienstrukturierung resultiert ( plus Verdopplung der Ärztezahl in den letzten 25 Jahren und der damit verbundenen Ausweitung der Tätigkeiten ). Außerdem sind die derzeitigen Sitzungsräumlichkeiten in technischer und optischer Ausstattung überaltet und vom Platzangebot her zu klein geworden. Neue Besprechungszimmer sind vonnöten, da die Frequenz der Sitzungen und Veranstaltungen von Jahr zu Jahr stetig ansteigt, immer wieder sogar haus-extern abgehalten werden müssen.

So weit – so gut, hier gibt es Fakten.

Interessant wird es, wenn man die Größe, Gestaltung und die Ausstattung des nötigen Umbaus zu beurteilen hat – die Palette reicht von einer Luxusvariante bis zu einer Sparversion. Beides kommt wohl nicht in Frage.

Die Lösung kann nur in einer zweckentsprechenden, gefälligen und dabei maximal kostengünstigen Variante liegen. Für architektonische Spielereien ist hier kein Platz, daß überlassen wir Versicherungen und Banken. Denkmäler werden wo anders gebaut. Schließlich finanziert der Steirische Arzt diese Investition mit seiner Kammerumlage.

Die AKTION FREIER ARZT kann sich daher nur Umbaupläne vorstellen, welche diese Forderungen erfüllen und durch echten Bedarf begründet sind. Über tatsächliche Notwendigkeiten ist nicht zu diskutieren, wohl aber darüber, in welchem räumlichen Umfang, in welcher Ausstattung und damit in welcher finanziellen Größenordnung sich die Kosten darstellen werden.

 

 

P.S.: Schon vor Umsetzung der Kammerreform hat die AKTION immer wieder prognostiziert, daß es durch die Kurien-Strukturierung zu Kostenausweitungen kommen wird. Es ist nur zu hoffen, daß dieser tatsächlich eingetretene Effekt bald zum Stillstand kommt.