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DER FREIE ARZT - Nr. 1/2001


 

Notfallmedizin

Im Referat für Notfall- und Katastrophenmedizin der ÖÄK (steirischer Vertreter Dr. G. Ranftl) werden Überlegungen angestellt, Sanitätern in Notfallsituationen die Anwendung eines Combitubes und die Verabreichung bestimmter Medikamente (auch i.v.!) zu eröffnen. Was neben medizinischen auch Haftungsfragen aufwirft.

Auf der einen Seite kämpfen wir gegen das Überhandnehmen aller möglichen paramedizinisch tätigen Gurus und gegen das Eindringen anderer Berufe in ärztliche Kompetenzbereiche, auf der anderen Seite werden Überlegungen angestellt, in Situationen, die allerhöchste medizinische Qualifikation verlangen, Handlungsfreiheit – wenn auch in bestimmten Grenzen und durch ausgebildete Laien (und das sind auch Sanitäter allemal) – zu gewähren.

Stattdessen wäre es sinnvoller, darauf Einfluss zu nehmen, dass die in den diversen Rettungsorganisationen tätigen Helfer nach optimaler Ausbildung einer ständigen, begleitenden Qualitätssicherung verpflichtend zugeführt werden. Sollte man im Referat der Meinung sein, dass das notärztliche System noch zu weitmaschig ist, wäre die nachdrückliche Forderung nach Ausweitung desselben zielführend.

Ärztliches Handeln und Verantwortung gehören nicht in Laienhände!

Die Redaktion