Zurück

DER FREIE ARZT - Nr. 2/2001


 

Verhandlungen mit der SV-Bauern abgeschlossen

Bei den am 18.September finalisierten Verhandlungen mit der SV der Bauern ging es darum, eine Nachfolgeregelung für die per 30.6. dieses Jahres ausgelaufene Zusatzvereinbarung aus dem Jahre 1998 zu finden. Damals wurde als Quasi-Ausgleich für die Eingliederung der SVB in die §2-Kassen im wesentlichen geregelt, dass die bei letzteren angewandten Reglungen bezüglich der Ordinations-Staffeln, sowie die anderen Degressions- und Limitierungsbestimmungen bei der SVB keine Anwendung finden.

Die Ausgangslage für die Gespräche war somit : die von der SVBauern primär geforderte 1:1-Übernahme aller Vertragsbestandteile a la §2-Kassen oder Rettung wenigstens der wesentlichen Spezifitäten aus der Zusatzvereinbarung. Ein Klagsweg bei Nicht-Einigung mit all seinen Unsicherheiten und dem möglicherweise jahrelangen Verlauf ( in dieser Zeit hätte die SVB nur GKK-Tarife gezahlt ) bei nicht kalkulierbarem Ausgang wäre nur die letzte Alternative gewesen.

Letztendlich konnte doch ein Jahreshonorarvolumen in der Größenordnung von etwa 35 Mio. Schilling für die steirische SVB-Vertragsärzteschaft ausverhandelt werden: es wird zur Einführung einer einzigen Ordinationsstaffel für alle Folgeordinationen gleich in der Höhe von ATS 115.- kommen ( die Erstordination bleibt analog der GKK ) und es werden keine Limite analog der GKK bei den Fachgebietsleistungen angewandt. Die Vereinbarung gilt ab 1.10.2001 und ist unbefristet. In der Kurie der niedergelassenen Ärzte hatte die AKTION als Bedingung für ihre Zustimmung zu einem Verhandlungsergebnis deponiert, dass die Honorierung der Folgeordinationen nach einem ursprünglichen Erstangebot von ATS 73.- eine akzeptable Größenordnung erreichen muß ( deutlich über ATS 100.- ) und dass weiters keine Limitbestimmungen - besonders im Interesse der Fachärzte - zur Anwendung gelangen dürfen.

Angesichts der Honorarverhandlungen mit den anderen Kassen und der allgemeinen Finanzsituation ds. ist das vorliegende Ergebnis als annehmbar zu bezeichnen.

Die Redaktion

 


Dr. Norbert Meindl

Bauernkassen-Verhandlungen

Am 18. September wurde eine Nachfolgeregelung für die mit 30. 6. 2001 ausgelaufene Zusatzvereinbarung mit der SVB verhandelt. Die SVB forderte ihrerseits eine Tarifreduktion der Folgeordinationen, da diese angeblich das Budget der SVB am stärksten belasten.

Die AKTION FREIER ARZT setzte sich insbesondere für die Vertragsfachärzte, vor allem in den ländlichen Regionen ein, mussten doch die Kollegen mit der Honorarumstellung 1998 hier beträchtliche Einbußen von bis zu 30 % und mehr im Bereich der Sonderleistungen hinnehmen.

Auf Initiative der AKTION FREIER ARZT, besonders auf ihren Antrag in der Kurie der niedergelassenen Ärzte hin, ist es bei den Verhandlungen gelungen, zu verhindern, dass auch bei der Bauernkrankenkasse dieselben Limite bei den Fachgebietsleistungen eingeführt wurden, die bei GKK-Patienten gerade die Fachärzte in ihrer Arbeit beschränken oder zu Gratisleistungen zwingen. Damit ist es gelungen, eine neuerliche einseitig betonte Belastung der Fachärzteschaft abzuwehren.