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DER FREIE ARZT - Nr. 3/2001


Dr. Eiko Meister Dr. Norbert Meindl Dr. Wolfgang Florian

 

Universitätsdienstrecht verschlafen?

Ein neues Universitätsdienstrecht mit unzumutbaren finanziellen Rahmenbedingungen wurde kürzlich im Nationalrat beschlossen. Kerninhalte dieses Dienstrechts sind zeitlich limitierte Arbeitsverträge ohne Verlängerungsmöglichkeit sowie eine extreme finanzielle Schlechterstellung gegenüber den bisherigen Verträgen.

In der Gesetzwerdungsphase hat es die Österreichische Ärztekammer verabsäumt, die Kollegenschaft von der drohenden Situation genügend in Kenntnis zu setzen bzw. Aktivitäten mit öffentlicher Wirksamkeit vorzubereiten und durchzuführen.

Erst nach Inkrafttreten des Gesetzes täuschten Kollegin Kogelbauer et al Aktivitäten vor, treten mit ihren Meinungen an die Öffentlichkeit und zeigen sich geschäftig. Der richtige Zeitpunkt dafür ist verstrichen, das Gesetz schon beschlossen.

In der steirischen Kurie für Angestellte Ärzte hat Kollege Haberlik wiederholt auf die drohende Situation hingewiesen, Kollege Schmidt konnte in der Bundeskurie die steirischen Beschlüsse nicht ausreichend artikulieren.

Das Ergebnis ist ein Salär von 1.017, 42 Euro über die gesamte Ausbildungsdauer sowie die Unmöglichkeit einer längeren Karriereplanung – Patientenbetreuung und Forschung werden jedoch eingefordert.

Die AKTION FREIER ARZT wird sich dafür einsetzen, auf dem Zulagensektor eine Entschärfung der finanziellen Situation in die Wege zu leiten, um engagierten jungen Ärzten weiterhin einen Anreiz zu bieten, eine universitäre Laufbahn einzuschlagen.

Im Weiteren ist eine sofortige Sanierung dieser missglückten und unzumutbaren Legistik einzufordern.