Zurück

DER FREIE ARZT - Nr. 3/2003


 

Dr. Jörg Garzarolli, Obmann der AKTION FREIER ARZT, 2. Vizepräsident in der ÄK Steiermark

 

DER AKTUELLE KOMMENTAR

 

Die Ärztekammer als Körperschaft öffentlichen Rechts hat Aufgaben zu erfüllen : sie muss unter anderem den optimalen Wissens- und Ausbildungsstand der Ärzte überwachen, sich für soziale und finanzielle Absicherung und bestmögliche Arbeitsbedingungen einsetzen und in zahlreichen Belangen die Interessen der Mitglieder gegenüber Behörden und Institutionen, sowie auch Patienten vertreten.

Die Tätigkeiten finden nicht nur auf Landes- und Bundesebene, sondern zunehmend auf europäischem Boden statt. Von Seiten der EU sind z.B. Strömungen im Gange, die Patientenrechte organisiert massiv auszuweiten, die Pharmazeuten zu stärken ( und damit den Hausapotheken den Garaus zu machen ) oder die fachärztlichen Sonderfächer in der Zahl drastisch herunterzusetzen.

Nur eine Standesvertretung, deren Mandatare bar jeglicher politischen Einflüsse agieren können, wird in Zukunft besser als bisher das Optimum mit entsprechendem Nachdruck erreichen können.

Waren es in der Vergangenheit die Nahverhältnisse Präsident Routils zur ÖVP und seines Koalitionspartners Schindlbacher zur FPÖ, welches immer wieder unsere Kritik hervorgerufen haben, geschieht Gleiches nun mit den Spitzenexponenten der neuen Spitalsärzte-Plattform Bayer und Schmidt : beide haben sich in der ÖVP verankert. Es zwingt sich da förmlich die Frage auf, wie diese mit ihren politischen Fesseln die Interessen aller Spitalsärzte gegenüber KAGes und Land vertreten wollen. Was wird siegen – Interessensvertretung oder politisches Diktat ?

Die AKTION FREIER ARZT hingegen ist parteipolitisch völlig unabhängig und damit eigenständig. Keinem ihrer Mandatare flüstert die Politik ins Ohr, was zu tun ist. Keine Parteiräson irgendeiner Farbe zwingt uns zu politischem Kurshalten : wir sind einzig den steirischen Ärzten verpflichtet.

Gerade die zukünftigen Entwicklungen werden eine in jeder Beziehung unabhängige und interessensausgleichende Kammerführung bitter nötig haben - wissen wir doch, welch ernste Szenarien von den politischen Parteien bereits ins Auge gefasst werden.

Sie, verehrte Kolleginnen und Kollegen, habe es mit ihrer Stimmabgabe am 3.April in der Hand, welchen Weg die steirische Ärzteschaft in die Zukunft gehen wird.

Die AKTION FREIER ARZT verfügt in allen Sektionen über ein erfahrenes und auch die Jungärzteschaft repräsentierendes Team.

Entscheiden Sie sich für den richtigen Weg, votieren Sie für die einzige echte Alternative – die AKTION FREIER ARZT !

Gleichzeitig möchte ich alle steirischen Ärztinnen und Ärzte aufrufen, von ihrem demokratischen Wahlrecht Gebrauch zu machen.