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DER FREIE ARZT - Nr. 5/2003


 

Dr. Jorg Garzarolli, Obmann der Aktion Freier Arzt

 

DER AKTUELLE KOMMENTAR

Alea iacta est.

Die heurige Ärztekammer-Wahl war dominiert durch die Thematik "Spitalsärzte", welche sich durch die bisherige Kammerführung nur mehr sehr unzureichend vertreten sahen. Die Entwicklung ist bekannt : Abspaltung von der VEREINIGUNG - welche Routil nicht verhindern konnte -, Gründung einer eigenen Spitalsärzte-Liste und Erringen eines durchschlagenden Wahlerfolges.

Die AKTION hat sich immer als eine ALLE Ärzte vertretende und kurienüberspannende Fraktion positioniert und ihre Vorstellungen für die Zukunft programmatisch dargelegt.

Ich möchte mich auf diesem Wege bei allen unseren Wählern für das entgegengebrachte Vertrauen auch im Namen aller Funktionäre und Exponenten vor Ort bedanken !

Nach der Wahl kam es sehr rasch mit der "IG Angestellte Ärzte" und den bisherigen Koalitionspartnern der Vereinigung ( Überparteiliche und Ärzte der Soz.Vers. ) zu einer inhaltlichen Übereinstimmung und Einigung über die zukünftige Kammerarbeit sowie die personelle Zusammensetzung einer neuen Kammerführung. Gespräche mit dem Seniorenbund und der ZMK-Liste Österreicher waren leider erfolglos. Kontakte von Seiten der VEREINIGUNG gab es erst, nachdem die mögliche Bildung einer Koalition auch ohne diese ruchbar wurde.

Daß das rasche Vorgehen zur Erreichung einer Konsensualität wichtig und gut war, bewiesen mehrere höchst bedenkliche Aktivitäten in der Folge durch Routil und einzelne Exponenten der VEREINIGUNG, die vor allem auf Verunsicherung der Niedergelassenen abzielten : es kann offensichtlich nicht jeder demokratische Wahlergebnisse, Spielregeln und Gegebenheiten akzeptieren. Zur Erinnerung: in der Vergangenheit gab es bereits die Abfolge der Präsidentschaft niedergelassener – angestellter – niedergelassener Arzt, jetzt ist es halt wieder ein angestellter. Einzig der letzte Präsident hatte offensichtlich nicht alle Interessen ausreichend und glaubwürdig vertreten können …

Bereits heute sei es all jenen, welche möglicherweise in Zukunft tendenziell spaltendende Äusserungen tätigen oder Handlungen setzen wollen,gesagt: SIE würden es sein, welche die Konsequenzen zu tragen hätten und die politische Verantwortung dafür übernehmen müssten : ein Auseinanderdividieren der Ärzteschaft wäre das Allerschlimmste, was unserem Stand passieren könnte.

Die AKTION und ihre Funktionäre sehen der zukünftigen Kammerverantwortung motiviert im Interesse der gesamten steirischen Ärzteschaft entgegen - auch wenn die Probleme, welche auf die Ärzte zukommen werden realistisch gesehen zunehmen werden.

Die AKTION FREIER ARZT wird sich sowohl in der Kurie der niedergelassenen Ärzte als auch in der der angestellten Ärzte tatkräftig für deren Anliegen einsetzen – wir sind uns der übernommenen Verantwortung bewusst !

Gemeinsam mit den Koalitiospartnern werden wir nicht nur eine seriöse Kammerpolitik betreiben, sondern auch das Haus Ärztekammer öffnen und für die Kammermitglieder transparenter und "kundenfreundlicher" gestalten. Ein erster Schritt wurde mit der teilweisen Umstrukturierung auch in Form einer Straffung der Referats-Struktur bereits getan, ebenso wurden die Mitglieder des Präsidiums mit definierten Aufgabenbereichen und Verantwortlichkeiten betraut.

Ein neuer Stil, ein bisher nicht gekannter Teamgeist ist bereits spürbar eingezogen. Nicht alle Vorhaben werden von heute auf morgen umzusetzen sein, gut Ding braucht bekanntlich auch Weile.