DER FREIE ARZT - Nr. 6/2003
KASSENVERHANDLUNGEN
Spät aber doch haben am 22.September die ersten Verhandlungen des Jahres 2003 mit der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse stattgefunden.
Erwartungsgemäß gab es noch keine substanziellen Ergebnisse, es wurden die vor allem auf Einsparungen zielenden ersten Vorstellungen der GKK dargelegt, wie z.b. "kostendämpfende Maßnahmen ohne negative Auswirkungen auf die Ärzte", Analyse der Planstellenverteilung, Intensivierung des ArzneiDialoges und das Aussetzen des Tarifanpassungsfaktors.
Zur Bearbeitung dieser und weiterer Themen ( Jobsharing, EDV-Vertrag, Befristung von Kassenverträgen etc. ) wurde eine "Expertengruppe" eingesetzt.
Verhandlungen zwischen Ärztekammer und GKK die neuen Reihungskriterien und die Gruppenpraxen-Verträge betreffend werden endlich aufgenommen.
Insgesamt wird bei den weiteren Verhandlungen allergrößte Wachsamkeit am Platze sein. Keinesfalls dürfen Maßnahmen Platz greifen, die zu einer Verschärfung der so und so bereits stagnierenden individuellen Situation der Vertragsärzte führt, das ärztliche Einsparungspotential ist weitestgehend ausgeschöpft, weitere Belastungen der Kassenärzteschaft undenkbar (finanziell und administrativ).
Die Erhaltung des Tarifanpassungsfaktors hat oberste Priorität - seine Wichtigkeit hat sich bereits in der Vergangenheit gezeigt und so wird es höchstwahrscheinlich auch in der Zukunft sein.