DER FREIE ARZT - Nr. 4/2005
MR. Dr. Jörg Garzarolli
MR. Dr. Michael Holzer
Das Verhandlungsklima mit der steirischen GKK hat sich in diesem Jahr deutlich verschlechtert.
Die Krankenkasse ist in keiner Weise bereit, irgendetwas über dem vertraglich so und so den Kassenvertragsärztinnen und –Ärzte zustehendem Automatikfaktor von 0.73% für das Jahr 2005 für Verbesserungen der Strukturen bzw. der Leistungshonorare zuzulegen – im Gegenteil: sogar Honorarbeschneidungen wurden ursprünglich gefordert.
Einzig die Tatsache, dass aus Mitteln des ArzneiDialoges 2003 / 04 ab 1.1.2006 ein Zuschlag zum Visitenhonorar für aufwändige Visiten in Alten- und Pflegeheimen und bei häuslich betreuten Pflegefällen unter definierten Voraussetzungen eingeführt wird - eine genuine Forderung der AKTION FREIER ARZT und der Sektion Ärzte für Allgemeinmedizin - , ist positiv zu vermerken.
Die Verteilung des Geldes aus dem ArzneiDialog 2003 / 04 ist noch offen – damit könnte eine Honorarsteigerung zumindest in die Nähe der Inflationsrate erreicht werden – ist von Seiten der GKK strittig und wird möglicherweise über die Landesschiedskommission zu entscheiden sein. Mit diesem Geld könnten sowohl für die Allgemeinmediziner als auch für die Fachärzte gleichermaßen ausgewogene Maßnahmen gesetzt werden.