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DER FREIE ARZT - Nr. 3/2006


Prim. i.R. MR. Dr. Till Schneider

Liebe Kolleginnen und Kollegen !

 

Nach einem wechselhaften Sommer mit herrlich warmen Tagen darf ich mich wieder melden und berichten. Ich hoffe, auch Sie hatten schöne Urlaubssommertage und sind erholt und gesund zurückgekehrt.

Wesentlicher Teil der standespolitischen Aktivität während der letzten Zeit war der Kampf gegen die überbordende Bürokratie bei niedergelassenen und angestellten Ärzten und das Erreichen fairer Ergebnisse bei den Verhandlungen mit den Kassen bzw. den Gehältern der angestellten Ärzte.

Eng damit verknüpft sind ja auch die Entscheidungen im Wohlfahrtsfonds und den Pensionen.

Als Vertreter der Senioren – Pensionisten, versuche ich mit meinen Freunden eine generationsüberschreitende Ballance zwischen Beiträgen und Pensionen zu erreichen, wobei die Grenzen der Zumutbarkeit in beiden Richtungen nicht überschritten werden sollte.

Eines sollte jedoch keinesfalls vergessen werde:

Die Beiträge von heute sind die Pensionen von morgen.

Da es durch meine Initiative gelungen ist, auch für die Zukunft die Mitarbeit des Seniorenreferenten im Verwaltungsausschuss zu sichern, werden wir auch in kommenden Jahren auf die Anlage/Pensionsstrategie Einfluss nehmen können.

Die Möglichkeit für Pensionisten zu wählen und damit ein vollwertiges Mitglied der Ärztekammer zu sein, ist weiter ein ungelöstes Problem. Die Schaffung einer eigenen Pensionistenkurie mit gesetzlich verbrieftem Wahlrecht wurde zwar angedacht, wird aber in absehbarer Zeit kaum zu verwirklichen sein. So wird nur der „Umweg“ über den „Wohnsitzarzt“ weiter eine realistische Lösung darstellen.

 

Auch der immer wieder geäußerte Wunsch der „Kassenrezepturbefugnis“ auch in der Pension ( für sich und die nächsten Angehörigen ) konnte noch nicht befriedigend gelöst werden.

Ich stehe aber in Kontakt mit der Gebietskrankenkasse, die mir eine wohlwollende Behandlung unserer diesbezüglichen Wünsche zugesagt hat.

 

Wir denken auch wieder daran, analog zu Praxisgründungsseminaren, Praxisschließungsseminare anzubieten.

 

Sollten Sie in Seniorenangelegenheiten Fragen haben, oder Vorschläge unterbreiten wollen, können Sie mich in der Ärztekammer unter Tel.: 0316-8044-67  kontaktieren.

 

Da wir im Herbst angekommen sind, darf ich mit ein paar Zeilen aus einem Herbstgedicht von Rilke abschließen:

 

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein

 

gib ihnen noch zwei südlichere Tage,

 

dränge sie zur Vollendung hin

 

und jage die letzte Süße in den schweren Wein

 

In diesem Sinn freue ich mich auf ein Wiedersehen bei einem Jour fixe

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